Das Team der AG Parkinson

Arbeitsgruppe Parkinson

Der Morbus Parkinson ist eine neurodegenerative Basalganglienerkrankung, die typischerweise durch Akinese (Bewegungsverlangsamung), Rigor (Verkrampfung) und Ruhetremor der Hände oder des Kopfes (Zittern in Ruhelage) gekennzeichnet ist. Diese Symptome werden durch die Degeneration dopaminerger Neuronen u.a. in der Substantia nigra pars compacta hervorgerufen, die zu einem Dopaminmangel im Striatum führt. Neben den häufigeren sporadischen Erkrankungen sind in Einzelfällen auch stark heterogene genetische Ursachen bekannt. Es spricht dabei vieles dafür, dass sowohl den familiären als auch den sporadischen Fällen ein multifaktorielles Geschehen aus genetischen und umweltbedingten Faktoren zugrunde liegt. Gegenwärtig werden eine Fehlfunktion des Ubiquitin-Proteasomen-Systems, mitochondriale Dysfunktion und oxidativer Stress, Einschränkungen der Autophagozytose und ER-Stress als zentrale patho­genetische Faktoren gesehen. Auch Veränderungen im Eisenmetabolismus können zu vermehrtem oxidativen Stress führen und deshalb neurotoxisch sein.

Unsere Arbeitsgruppe widmet sich der Identifikation neuer Parkinson-Gene, der zellbiologischen und proteinbiochemischen Charakterisierung dieser Genprodukte sowie ihrer Interaktionspartner. Wissenschaftlich fokussieren wir uns dabei auf die Schlüsselproteine des Parkinson: alpha-Synuklein, Parkin und Synphilin-1. Die zellbiologischen Untersuchungen werden durch die Generierung und Charakterisierung von induzierbaren sowie konventionellen transgenen und knockout-Mausmodellen, als auch von transgenen Rattenmodellen, vervollständigt. Ziel ist das bessere Verständnis der molekularen Pathomechanismen der mutationsbedingten Krankheitsentstehung, um auf diesen Grundlagen basierend gerichtete Therapiestrategien entwickeln zu können.