Spezialsprechstunden

Syndromale Krebserkrankungen

Neben dem Familiären Brust- und Eierstockkrebs und dem Familiären Darmkrebs gibt es noch weitere, seltenere erbliche Syndrome, welche mit einem erhöhten Tumorrisiko einhergehen. Beispiele hierfür sind unter anderem das Gorlin-Syndrom (erhöhtes Risiko für Basalzellkarzinome) oder das von-Hippel-Lindau-Syndrom (erhöhtes Risiko für Nierenzellkarzinome). Auch das Auftreten verschiedenartiger Tumoren (bei einer Person oder auch familiär gehäuft) kann insbesondere bei jungem Erkrankungsalter auf das Vorliegen einer genetischen Ursache hindeuten, wie z. B. beim Cowden-Syndrom (PTEN-Gen) oder beim Li-Fraumeni-Syndrom (TP53-Gen). Auch Multiorganerkrankungen wie die Neurofibromatose oder die tuberöse Sklerose, bei welchen häufig neurologische Symptome im Vordergrund stehen, im weiteren Sinne zum Spektrum genetisch bedingter Krebserkrankungen. Für diese weiteren syndromalen Krebserkrankungen bieten wir ebenfalls eine Spezialsprechstunde an. Hierbei arbeiten wir im Rahmen des Zentrums für Seltene Erkrankungen eng mit den Experten aus den anderen medizinischen Fachbereichen, beispielsweise der Dermatologie, der Neurologie oder der Kinder- und Jugendmedizin, zusammen.